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Zur Weiterentwicklung des Theaterförderkonzeptes
Resolution der Freien Theater


Anlässlich einer Versammlung zur Weiterentwicklung des Theaterförderkonzeptes am 18.6.2012 im Kulturamt Köln und den Beratungen im Stadtrat zum Haushalt entwickelten die TheatermacherInnen der Freien Ensembles und Theaterhäuser der Stadt folgende Resolution:

1. Wir fordern, die Mittel für die Freie Theaterarbeit umgehend an die Mittel der städtischen Bühnen zu koppeln – und zwar dergestalt, dass sie 10% der Summe für die Städtischen Bühnen betragen. Das wären in 2012 ca. 5,2 Mio. Euro. Derzeit beträgt die Finanzierung der Freien Theaterszene gerade mal 1,8 Mio. Euro. Diese in der Sache bescheidene 10% - Forderung entspricht der Umsetzung des von allen Fraktionen im Rat verabschiedeten Kulturentwicklungsplans. Dieser nennt die Freie Theaterszene als gleichberechtigten Part der Kölner Theaterlandschaft neben den Städtischen Bühnen, der mindestens die gleiche Zuschauerzahl wie diese vorweisen kann.

2. Ein Förderkonzept für freie und private Theater wird nur dann seinem Namen und Impuls gerecht, wenn es die Arbeit der KünstlerInnen und Kulturschaffenden auch fördert, sprich über die Mittel verfügt, um den erteilten Auftrag angemessen und wunschgemäß erfüllen können.

3. Wir fordern, dass sich die Verantwortlichen der Stadtpolitik ausdrücklich zu diesem Auftrag bekennen, den sie durch eine Förderung den Freien Theatern erteilen. Mag es sich im rein juristischen Sinne auch um eine sog. „freiwillige Aufgabe“ handeln – die Bereitstellung eines vielfältigen, qualitativ hochstehenden kulturellen und künstlerischen Angebots für die BürgerInnen dieser Stadt ist alles andere als freiwillig zu nennen. Wir erwarten die gemeinsame Entwicklung einer inhaltlichen Vision für die freie Szene.

4. Wohl wissend, dass die Finanzen der Stadt Köln derzeit in großer Unordnung sind, wissen wir aber aus Erfahrung: Wo ein politischer Wille ist, ist auch die Finanzierbarkeit einer vergleichsweise geringen Gesamtsumme möglich! Deshalb fordern wir die EntscheiderInnen auf: Setzen Sie ein Zeichen für eine lebendige, lebenswerte und pulsierende Stadt!Die Wählerinnen und Wähler werden es Ihnen danken!


gez: Kölner Künstler Theater, Kabarett-Theater Klüngelpütz, Theater der Keller, artheater, Casamax-Theater, studiobühneköln, Orangerie-Theater, Comedia Theater, Theater im Bauturm – Freies Schauspiel Köln, Kammeroper Köln, Freies Werkstatt Theater, Horizont Theater, Theater Tiefrot, Theater die Baustelle, A.TONAL.THEATER, Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln, Futur3, DRAMA KÖLN, Angie Hiesl-Produktion, theater 51°com, Theater Monteure, ANALOG-Theater, TT-productions, Spielball-Theater, Wehrtheater, TPZ, ZAlK, c.t.201, Theater am Sachsenring, Pain Productions, Theater im Hof, Theater 1000 Hertz.

Köln, den 18. Juni 2012


(26.06.12, Theaterkonferenz / Plattform)

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