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Samuel Beckett: Das letzte Band
a.tonal.theater
Inhalt
Ein Stück, zwei Welten: Krapp, Clown, alt, einsam – auf der Suche nach verlorener Zeit – blickt anhand von Tonbändern auf sein Leben zurück und begegnet so sich, seinem Lieben und Leiden. Flüchtige Augenblicke verschmelzen zum Mosaik eines Lebens, dem Kosmos eines Menschen, der im Zuge des ewigen Kreislaufes ins Nichts zurückkehrt oder in die Zukunft entlassen wird.
Aus dem Einpersonenstück Becketts mit seiner Poesie der Gegensätze wird hier eine Sprechoper, ein Geh-Tanz und Steh-Gesang, ein Stück Theater mit vier Darstellern und einem Pianisten, der ihre Wege Musik werden lässt.
Das Spiel, welches scheinbar in jedem Augenblick Ort und Richtung ändert, endet letztlich in jedem von uns: Es mündet in unsere Träume, Ängste und Melancholien, es wird zum Spiegel, in dem wir uns neu und fremd begegnen können.
Pressestimmen
„Mit einem Humor, der befreiend und zugleich Becketts Intentionen sehr nahe ist, präsentiert Jörg Fürst ‘Das letze Band’. Christof Hemming als jener abgerissene Alte namens Krapp, der auf seiner Tonbandsammlung glücklicheren Lebenstagen lauscht, ist ein ausdrucksstarker Darsteller mit der Physiognomie eines wahren Komikers. Hemming braucht nur Fratzen zu schneiden, und schon zeigt sich, dass Becketts Stück aus dem Jahre 1958 voller Melodramatik steckt. Die originelle Musikcollage setzt zusätzlich originell-verspielte Akzente." (Kölnische Rundschau)
„Becketts moderner Klassiker über Krapp, den Greis, erfährt nun also eine Auflösung ins Musikalische. Die Wiederholung ins Endlose, der Vor- und Rücklauf denaturieren den Moment, zerschneiden den Fluss der Lebenszeit, um ihn anderwärts zu Knoten zu schlingen. Solche Auflösung des ursprünglichen Zusammenhanges von Zeit und Erleben harmoniert dann ganz zwangslos mit der Anlage einer ‘Sprechoper’, die aus Krapps ohnehin künstlicher Vergangenheitsbewältigung artifizielle Funken schlägt." (Kölner Stadt-Anzeiger)
Hinweis
Studiobühne Köln, 24.01.2001
Text (verantw.):
mb
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Autor
Samuel Beckett
Regie
Jörg Fürst
Schauspieler
Christof Hemming (KR
APP)
Beate Bohr (KRAPP)
Nathalie Hünermund (KRAPP)
Christine Stienemeier (KRAPP)
Markus Berger (MAESTRO)
Choreographie
Jörg Fürst
Musik
Markus Berger
Bühnenbild
Peter Friedrich
Kostüme
Peter Friedrich
Licht
Lothar Krüger, Lucie Lischke
Mitwirkende
Wolfgang Jaroschka (Sprecher)
Elisabeth Thomann (Tonaufnahme)
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